Igelschutz
Igel leben längst nicht mehr ausschließlich in Wiesen und Wäldern.
Auch in Gärten, Grünanlagen und Parks unserer Städte finden sie wichtige
Lebensräume. Dennoch sind gerade städtische Räume mit zahlreichen
Gefahren für Igel verbunden. Versiegelte Flächen, Zäune und Mauern sowie
hohe Treppen stellen für die Tiere oft unüberwindbare Hindernisse dar
und zerschneiden ihren ohnehin begrenzten Lebensraum. Um dem
entgegenzuwirken, fordern wir gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der
Lebensbedingungen von Igeln im urbanen Raum. Ein zentrales Element sind
sogenannte Igeltore. In neu zu errichtenden sowie bestehenden Mauern und
Zäunen, die Grünflächen und Gärten voneinander trennen, sollen kleine
Schlupfmöglichkeiten geschaffen werden, durch die Igel von einer
Grünfläche zur nächsten gelangen können. Diese einfache Maßnahme trägt
wesentlich dazu bei, den Aktionsradius der Tiere zu vergrößern und ihre
Lebensräume wieder miteinander zu vernetzen. https://www.geo.de/natur/igeltor-im-garten--bahn-frei-fuer-den-igel-35128976.html https://www.tierschutz-ditzingen.org/wissenswertes/igel-treppensicherung
Neben der Zugänglichkeit von Plätzen ist auch deren Gestaltung ein entscheidender Faktor für ein gutes Leben der Igel. Offene Flächen, kurz gemähter Rasen und stark getrimmte Hecken, wie etwa im Herrngarten, mögen für Menschen ästhetisch ansprechend sein, bedeuten für Igel jedoch Stress und fehlende Rückzugsräume. Hier gilt es, einzelne Bereiche gezielt wilder werden zu lassen, damit sie Igeln und anderen Kleintieren mehr Schutz, Nahrung und sichere Überwinterungsmöglichkeiten bieten können. Diese Maßnahmen sind ein wichtiger Schritt, um den Lebensraum der Igel in unseren Städten zumindest teilweise zu verbessern. Sie zeigen zugleich, dass mit vergleichsweise geringem Aufwand ein wirksamer Beitrag zum Schutz von Wildtieren im urbanen Raum geleistet werden kann.