Lange Wartezeiten und bürokratische Hürden schrecken viele ab. Die frühe Diagnose psychischer Erkrankungen sowie professionelle Behandlung und Begleitung sind entscheidend, um seelisches Wohlbefinden wiederherzustellen und Betroffene für ein starkes Leben in unserer Gesellschaft zu befähigen. Als Beispiel für niedrigschwellige psychologische Angebote sind für Darmstadt der sozialpsychiatrische Dienst und die psychosoziale Kontaktstelle der Caritas zu nennen. https://www.caritas-darmstadt.de/beratung-und-hilfe/seelischekrise/beratungsstelle/beratungsstelle.aspx https://www.gesundheitsamt-dadi.de/beratung/sozialpsychiatrischer-dienst/ Im Landkreis Darmstadt-Dieburg werden viele Bedarfe durch das Zentrum für seelische Gesundheit (Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg) abgedeckt. https://www.psychiatrie-umstadt.de/ Wir fordern den Ausbau der bestehenden niedrigschwelligen psychologischen Angebote durch gezielte Förderung und Vernetzung. Dafür sind mehr finanzielle Mittel für psychosoziale Kontaktstellen (PSKB) und Beratungsangebote notwendig. Auf Präventionsangebote legen wir dabei besonderen Wert. Besonders vulnerable Gruppen wie Alleinerziehende, Obdachlose oder chronisch kranke Menschen in prekären Verhältnissen profitieren davon. Speziell für Kinder und Jugendliche müssen Angebote in Schulen und Jugendzentren ausgebaut werden. Anonyme Erstberatungen, Gruppen für Resilienztraining, sowie offene Sprechstunden in Bürgerhäusern, sollen vermehrt angeboten werden. Auch die Förderung telefonischer Hilfeangebote und der digitalen Sichtbarkeit wie update von Kontaktnummern und Adressen bedarf hier ein erhöhtes Augenmerk, um eine bessere Erreichbarkeit zu gewährleisten.