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Zuerst normalspuriger Zubringer vom Ostbahnhof zum Friedensplatz / Schloss
Zuerst soll die ehemalige Straßenbahn zum Ostbahnhof wieder aufgebaut werden - allerdings in Normalspur. Am Ostbahnhof wird ein Systemübergang entstehen, wo diese Straßenbahn in die
Odenwalsbahn einmündet. Wenn die Odenwaldbahn wie geplant teilelektrifiziert wird, hat der Systemübergang vor allem die Aufgabe, die hohe Spannung der Bahnoberleitung von der deutlich
niedrigeren Spannung der Straßenbahn zu trennen.
Die Endhaltestelle soll am Friedensplatz entstehen, wo die aktuell bereits bestehende aber ungenutzte Straßenbahn in ein Drei-Schienen-Gleis ausgebaut wird. Dieser Abschnitt wurde 2016
in einem Gutachtenhttps://www.dadina.de/fileadmin/user_upload/Kombiloesung_Final_11.11.2016.pdf untersucht und für technisch umsetzbar
befunden. Kostenschätzung damals: 24,5 Mio. €.
Mit dieser vergleichsweise kleinen Investition kann die Regiotram zumindest für Fahrgäste der Odenwaldbahn zeitnah und mit geringem Risiko eine Verbindung nach Darmstadt anbieten und
zeigen, ob sie auf Akzeptanz stößt. Auch der Abschnitt Schloss-Ostbahnhof kann als Drei-Schienen-Geis ausgeführt werden, sodass man die Groß-Zimmern-Bahn später immernoch als Straßenbahn
bauen könnte.
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Durchführung vom Schloss zum Hauptbahnhof / Pfungstadt
Als zweiter Schritt möchten wir die Regiotram vom Friedensplatz zum Hauptbahnhof verlängern. Damit erhält Pfungstadt automatisch eine Direktverbindung in die Darmstädter Innenstadt.
Zum Vergleich: Eine Straßenbahn nach Weiterstadt ist förderfähig. Pfungstadt und Weiterstadt sind fast gleich groß. Für die Anbindung nach Pfungstadt muss jedoch erheblich weniger
Strecke neu bzw. umgebaut werden, als für die Weiterstädter Linie. Damit ist eine Förderfähigkeit dieser Linie sehr wahrscheinlich.
Eine Einmündung am HBF wäre vmtl. im Bereich des Güterbahnhofs an der Bismarckstraße möglich. Problematisch hier ist, dass die Regiotram mit eher
kleinen Fahrzeugen und dichter Taktung die viel befahrenen Gütergleise zwischen Gleis 1 und 3 am HBF queren muss um von Darmstadt die Trasse in südicher
Richtung nach Pfungstadt zu erreichen. Hier sind eventuell komplexere Umbaumaßnahmen am HBF notwendig. Aber: Die Bahn plant hier sowieso einen großen Umbau.
Mit der Schnellfahrstrecke Frankfurt-Mannheim soll Darmstadt einen Tunnel für ICEs erhalten.https://www.frankfurt-mannheim.de/weiterstadt-pfungstadt.html
Im Zuge dieser Planungen kann eine Regiotram kostengünstig vorgesehen werden.
Für die Verbindung zwischen Bismarckstraße und Friedensplatz gibt es diverse Varianten. Eine davon würde die Regiotram vom Herrngarten kommend über den Willy-Brandt-Platz führen.
Dies sollte in den Planungen des DAVIA-Projekst zur Umgestaltung des Willy-Brandt-Platzes beachtet werden.
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Wiederaufbau der Groß-Zimmern-Bahn auf alter Trasse
Ein Betrieb der Trasse 3555 nach EBO ermöglicht sowohl Regiotramfahrten durch Darmstadt, RB-Fahrten
nach Frankfurt, die am Ostbahnhof mit der Odenwaldbahn gekoppelt werden als auch Schienengüterverkehr für Unternehmen in Roßdorf und Groß-Zimmern, die aufgrund der Umweltzone in
Darmstadt derzeit lange Lieferwege mit dem LKW nach Westen haben.
Unser Mitglied Mitja Stachowiak hat in Roßdorf als Bürgermeister kandidiert. Daher wissen wir, dass es in Roßdorf erhebliche Widerstände gegen jedwedes Bahnprojekt gibt.
Die Gemeinde Roßdorf hält die gewidmete Bahntrasse 3555 illegal besetzt. Anders als aktivistische Besetzungen wie die am Osthang oder im Langener Bannwald werden in Roßdorf
pflegebedürftige Menschen gezwungen, im dortigen Altenwohnheim an der Trassenbesetzung teilzunehmen. Wir haben von diesen aber teils Unterschriften für unseren Wahlantritt
erhalten, da sich viele Menschen dort einen Bahnhof am Wohnheim wünschen, um häufiger Besuch zu bekommen. Eine Neutrassierung um das Wohnheim herum ist technisch möglich.
Parteien und Wählergruppen in Roßdorf verbreiten aber gerne die Falschdarstellung, dass man für eine Reaktivierung der Bahn die Bewohner des Altenwohnheims auf die
Straße setzen müsste.
Unserer Einschätzung nach wird eine positive Stimmung für eine Bahnlinie in Roßdorf erst entstehen, wenn eine funktionierende Regiotram auf der Odenwaldbahn in Betrieb ist und ihren Nutzen
unter Beweis stellt. Aktuell wünschen sich viele Menschen in Roßdorf tatsächlich einen Ausbau der Odenwaldbahn, da viele den MO1-Bus nach Ober-Ramstadt nutzen um mit der Odenwaldbahn
nach Frankfurt zu kommen.
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Wiederaufbau der Strecke Groß-Zimmern - Dieburg
Letzter Schritt des Projekts wird der Wideraufbau der heute stillgelegten aber nicht mit Gebäuden überbauten Trasse Groß-Zimmern - Dieburg. Das ist dafür wichtig, um die
Dreieichbahn mit der Odenwaldbahn zu verbinden. Beides sind vergleichsweise kleine Bahnlinien, die am HBF in Frankfurt aber an Gleisen
halten, die eigentlich für ICEs mit hunterten Metern ausgelegt sind.
Der gesamte Bahnverkehr im Großraum Frankfurt ist durch die Kapazität des Gleisbetts vor dem Bahnhof limittiert. Nicht zuletzt deswegen plant die Bahn den Fernbahntunnel für Frankfurt.
Das wird wieder ein Milliardenprojekt, das Jahrzehnte dauert und Unmengen an Beton verschlingt. Wir brauchen aber in den nächsten Jahren schnelle und billige Lösungen um
den ÖPNV voran zu bringen. Mit der Durchbindung Dieburg - Groß-Zimmern können Fahrzeuge der Odenwaldbahn und der heutigen Dreieichbahn im Kreis verkehren und in Darmstadt oder
Buchschlag gekoppelt werden. So wird der HBF in Frankfurt durch beide Linien erheblich effizienter genutzt. Technisch heute schon möglich und
nach EBO zulässig ist auch das Abkoppeln während der Fahrt.https://www.youtube.com/watch?v=JSAIDLBnak4 Video zeigt bei etwa 2:30 min. das Abkoppeln einer Schiebelock von einem Güterzug