Die Finanzierung von Schulen ist Aufgabe der Landkreise und kreisfreien Städte. Somit ist dieses Thema zwingender Bestandteil eines Kommunalwahlprogramms.
Bildung ist mehr als Wissensvermittlung – sie ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben und eine demokratische, solidarische Gesellschaft. Schulen sind Orte, an denen junge Menschen lernen, kritisch zu denken, Verantwortung zu übernehmen und respektvoll miteinander umzugehen. Hier werden die Weichen gestellt: für Chancengerechtigkeit, für den Umgang mit unserer Umwelt und für ein Miteinander, das niemanden zurücklässt.
Wir setzen uns für Schulen ein, die allen Kindern die gleichen Möglichkeiten bieten – unabhängig von Herkunft oder Einkommen. Schulen, die nicht nur Fachwissen vermitteln, sondern auch Medienkompetenz, Nachhaltigkeitsbewusstsein und Empathie für Mensch, Tier und Natur. Schulen, die gesunde, inklusive und klimafreundliche Angebote machen – vom Mittagessen bis zum Unterrichtsinhalt.
Bildung bedeutet Wissensvermittlung, soziale Teilhabe und Zukunftsgestaltung zugleich – eine Investition in eine lebenswerte Zukunft für uns alle.
Wir setzen uns für Schulen ein, die jungen Menschen ermöglichen, sich frei von dogmatischen Einflüssen zu selbstständigen und selbstbestimmten Individuen zu entwickeln. Die Vermittlung demokratischer Werte und der Aufklärung ist wichtig für die Stärkung persönlicher Freiheitsrechte. Schulen sind staatliche Einrichtungen und müssen religionsneutral sein. Die Konfessionszugehörigkeit der Kinder darf von den Schulen nicht länger erfasst werden. Diese Information sehen wir nicht als notwendig für den Schulunterricht an.
Gerade das vermehrte Auftreten von Populismus, Fake News und
Verschwörungstheorien erfordert eine grundsolide Bildung, die jeden
Menschen dazu befähigt, sich eigenständig und verlässlich zu
informieren. Durch den immer weiter wachsenden Zugang zu Online-Medien
wird die Schaffung einer grundlegenden Medienkompetenz immer wichtiger.
Besonders die kritische Bewertung von KI-generierten Inhalten sollte
fester Bestandteil des Unterrichts werden, damit Schülerinnen und
Schüler lernen, digitale Informationen selbstständig einzuordnen und
verantwortungsvoll zu nutzen. Entsprechende Ansätze für Darmstadt wollen
wir wieder aufnehmen und erweitern.
Chancengleichheit für alle, unabhängig von Herkunft oder Einkommen der Eltern, ist ein zentraler Pfeiler unserer Gesellschaft und Demokratie. Leider sehen wir tagtäglich, dass die Realität anders aussieht, insbesondere die Bildungschancen, also die Chance auf einen guten Schul- und Ausbildungsabschluss hängen nicht nur von Begabung und Fleiß, sondern leider auch maßgeblich vom Elternhaus ab. Die Corona-Pandemie hat noch einmal deutlich gemacht, wie sehr die Bildungsungleichheit in unserer Gesellschaft fortbesteht. Kinder und Jugendliche, die nicht aus einem bildungsnahen Elternhaus stammen oder in instabilen familiären Verhältnissen aufwachsen, geraten besonders leicht ins Hintertreffen und haben es deutlich schwerer, ihre Potenziale auszuschöpfen und sich selbst zu verwirklichen. Deshalb ist eine gezielte Investition in Bildungschancen für uns von unschätzbarem Wert – sie ist der Schlüssel zu mehr Gerechtigkeit und nachhaltigem gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Ein besonders positives Beispiel für gezielte Unterstützung nach der
Pandemie ist das Landesprogramm „Löwenstark“. Dieses Projekt bietet
vielfältige Fördermöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler, um
pandemiebedingte Lernrückstände aufzuholen und psychosoziale Belastungen
abzufedern. Zu den Vorteilen zählen gezielte Nachhilfe, zusätzliche
Freizeit- und Sportangebote sowie psychosoziale Begleitung, die
individuell auf die Bedarfe der Kinder und Jugendlichen zugeschnitten
sind. Das Programm stärkt so die Chancengleichheit, fördert das soziale
Miteinander und trägt dazu bei, dass alle Kinder bestmöglich an Bildung
teilhaben können. Wir setzen uns daher für eine Stärkung der
Schul-Sozialarbeit in Darmstadt ein.
Veganes Essen ist klimafreundlich und gesund. Deshalb setzen wir uns
für die Einführung einer veganen Option beim Mittagessen in Schulen und
Kindergärten ein. Doch eine vegane Option bringt noch viele weitere
Vorteile mit sich, die das gemeinsame Essen in Kantinen deutlich
unkomplizierter machen: So ist veganes Essen per se auch halal und
koscher, sodass niemand aus religiösen oder kulturellen Gründen
ausgeschlossen wird. Zudem unterstützt eine vegane Mahlzeit die
Inklusion von Kindern mit Lebensmittelunverträglichkeiten, da sie in der
Regel frei von Milchprodukten und Eiern ist. Die Deutsche Gesellschaft
für Ernährung bestätigt, dass bei einer ausgewogenen Zusammenstellung
keine gesundheitlichen oder entwicklungsbezogenen Bedenken gegen ein
veganes Mittagessen bestehen.
In unserer wohlhabenden Gesellschaft ist es vielmehr der übermäßige Konsum von tierischen und stark verarbeiteten Produkten, der zu gesundheitlichen Problemen führt – vom damit verbundenen Tierleid ganz zu schweigen. Eine vegane Option kann also einen wertvollen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit, Gesundheit und Inklusion leisten und sollte fester Bestandteil des Speiseplans in Bildungseinrichtungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt werden.
Bildung für nachhaltige Entwicklung kann ein Schlüssel sein, um eine
nachhaltige und lebenswerte Zukunft für Menschen, Tiere und Umwelt zu
schaffen. Daher möchten wir die Angebote der BNE in Darmstadt und im
Landkreis ausbauen.
Nicht nur Kinder und Jugendliche profitieren von BNE, sondern wir
alle können so verstehen, welche Auswirkungen unser Handeln auf die Welt
hat. Deshalb fordern wir die kommunale Finanzierung von BNE-Projekten
mit Fokus auf Tierschutz, wie Besuche auf artgerechten Höfen oder
Workshops zu Biodiversität und veganer Ernährung. Ungenutzte städtische
Flächen sollen unkomplizierter als kostenfreie Bildungsorte genutzt
werden können. Letztlich soll das bereits bestehende BNE-Netzwerk
Darmstadt &
Darmstadt-Dieburg